Milan Linhart

Milan Linhart wurde am 30. Dezember 1951 in Pribam geboren. Durch die Gäste seiner Mutter, Kaffeehaus-Besitzerin, kam er schon frühzeitig in Berührung mit künstlerischen Gedanken und schon in früher Kindheit entdeckte er das Malen und Werken mit allen greifbaren Materialien. Der Aufforderung gehorchend, doch „einen anständigen Beruf zu erlernen“, absolvierte er alle schulischen Stufen bis zum Abschluß „Abitur“.

Nach einer mehrjährigen Wartezeit, die er zur Weiterentwicklung seiner künstlerischen Ambitionen nutzte, begann er 1974 mit einem Medizinstudium.

Doch auch während seiner studentischen Zeit griff Milan Linhart zu Staffelei, Leinwand und Pinsel und malte vielzählige Gemälde in Öl und Aquarell. Unterstützt wurde er in seinem Tatendrang durch Professor Fiala, der ihm auch zu mehreren Ausstellungen an den von ihm besuchten Universitäten Prag und Pilsen verhalf. Von dort zog es ihn weiter nach Eger (Cheb), wo er seine medizinische Weiterbildung in Geburtshilfe und Gynäkologie fortsetzte und seinen gestalterischen Fähigkeiten neue Impulse verleihen konnte.

1982 nutzte er die Gelegenheit zur Flucht nach Deutschland. Hier stellte er verständlicherweise zunächst nur seine fachärztlichen Ambitionen in den Vordergrund.

1993, nach bestandener Prüfung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe investierte er sein gesamtes Fachwissen in die Eröffnung einer eigenen Praxis im südpfälzischen Kandel.

Weil ihn die Kunst niemals los gelassen hatte und er schon immer nach Veränderungen, nach Neuem strebte, experimentierte er seit 1984 zunächst mit quadratisch geschnittenen Edelsteinen als Werkstoff, nach einer künstlerischen Schaffenskrise mit polierten Trommeledelsteinen, die er zu Mosaiken zusammenfügte. Die Farbgestaltung der Renaissance, die Gedanken des französischen Impressionisms und die Eigenschaften der Werkstoffe polierte Edelsteine und Bernstein faszinierte den Künstler zusehends. Noch erschien ihm diese Kombination als zu gewagt, mit seinen neu erschaffenen Werken an die Öffentlichkeit zu treten. Intuitiv spürte er, das seinen Mosaiken noch das i-Tüpfelchen fehlte. Auf seiner Suche entdeckte er im zu Ende gehenden zweiten Jahrtausend dann die Mordantvergoldung für sich. In intensiven Selbststudien entwickelte er dann auch hier seine eigene Ausprägung.

Seit 1999 umrahmt eine Mordantvergoldung aus 24 karätigem Gold seine Kunstwerke.

Mit großem Lampenfieber lud er dann im Frühjahr 2001 erstmals zu einer Ausstellung in das Hauptstadt-Hotel „Brandenburger Hof“ ein und wurde prompt mit hochrangigem Besuch aus Politik und Wirtschaft belohnt.

Mit den sich daran anschließenden Expositionen am Starnberger See und München sowie einer Wanderausstellung quer durch Deutschland und internationalen Stationen in verschiedenen Hotels und Galerien in Luxemburg und Belgien, verfolgt Milan Linhart einzig sein großes Ziel:

Die Anerkennung der Edelstein-Mosaiken als eigenständige Kunstrichtung.

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